Sophie Jordan

Infernale
Autorin: Sophie Jordan
Verlag: Loewe
Deutsche Auflage
Hardcover: 17,95 €
ePub: 13,99 €






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Offizielle Inhaltsangabe

Als Davy in einem DNA-Test positiv auf das Mördergen Homicidal Tendency Syndrome (HTS) getestet wird, bricht ihre heile Welt zusammen. Sie muss die Schule wechseln, ihre Beziehung scheitert, ihre Freunde fürchten sich vor ihr und ihre Eltern meiden sie. Aber sie kann nicht glauben, dass sie imstande sein soll, einen Menschen zu töten. Doch Verrat und Verstoß zwingen Davy zum Äußersten. Wird sie das werden, für das alle Welt sie hält und vor dem sie sich am meisten fürchtet – eine Mörderin? 
(Quelle: Loewe)


Aufmachung

Das Cover gefällt mir sehr gut. Sowohl die Farben als auch das Motiv sind sehr stimmig und passend zur Pointe gewählt. Denn mal ehrlich: Wer achtet nicht auf das Symbol an Davys Hals? Genau das soll das Cover auch zur Aussage bringen. 

Das eingekreiste H. Es erinnert mich an die Brandzeichen von Rindern. Dunkel. Tief. Dauerhaft. Wenn man es einmal gesehen hat, sieht man nichts anderes mehr. Nicht den Menschen. Und das ist genau der Zweck. Der Mensch zählt nicht. Es zählt kein wer mehr. Nur noch was. (Seite 90)


Rezension

Dieses Mal war es ein absoluter Klappentext - Kauf. Die Idee hat mich sofort begeistert und die Umsetzung hat mich bereits nach wenigen Seiten komplett überzeugen können. Das Buch liest sich durch den flüssigen Schreibstil wie von selbst. Die Autorin verpasst jedem Satz eine einzigartige Spannung, sodass es mir schwer fiel, das Buch aus der Hand zu legen. Man kommt schon auf den ersten Seiten in die Geschichte rein und kann sich mit Davy gut identifizieren. Die neue Idee von einer dystopischen Welt, in der die Menschen auf Laborergebnisse reduziert werden, hat mich sofort mitreißen können.

Die Reaktionen der Charaktere auf Davys Testergebnisse fand ich schlüssig und gut nachvollziehbar. Zudem hat dies noch mal hervorragend beschrieben, auf was sich diese Welt reduziert hat. Hat man das Gen oder nicht? Wenn ja, dann ist man nichts mehr wert. Beruf, Leistung, Noten. Den Umbruch in Davys Leben - von einer ausgezeichneten Schülerin zu einer auf das Gen reduzierten Person, die nun nach den Vorgaben des Staats leben muss - fand ich ziemlich krass und spannend beschrieben. Die Vorstellung, man müsste alles aufgeben, wofür man so hart gearbeitet hat, hat mir immer wieder Gänsehaut bereitet.

Von klein auf hörte ich Wörter wie begabt. Überdurchschnittlich. Begnadet. 
Ich hatte all diese Wünsche, wollte etwas werden. Jemand. 
Niemand sagte: Das geht nicht. 
Niemand sagte: Mörderin.
 


Fazit




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